Sepp Freiburghaus ist der erste neue Quer-Meister - Querfeldein-Schweizermeisterschaft erstmals an zwei Tagen

Bereits 50 Meter vor dem Ziel kann Sepp Freiburghaus jubeln. Der Berner holt sich vor dem Solothurner Jonas Baumann den Masters-Schweizermeistertitel - Bild: August Widmer
Bereits 50 Meter vor dem Ziel kann Sepp Freiburghaus jubeln. Der Berner holt sich vor dem Solothurner Jonas Baumann den Masters-Schweizermeistertitel - Bild: August Widmer

Dielsdorf im Zürcher Unterland ist übers Wochenende Schauplatz der Schweizer Querfeldein-Schweizermeisterschaft. Erstmals findet die Schweizermeisterschaft an zwei Tagen statt. Am Eröffnungstag, dem Samstag, wurde als erstes Meistertrikot dasjenige der Masters vergeben. Dieses Meistertrikot holte sich der ehemalige Spitzenbiker Sepp Freiburghaus (Bern). In dem mit 48 Fahrern qualitativ gut besetzten Masters Rennen bleib die Spannung bis am Schluss hoch. Erst auf der Zielgerade vermochte Freiburghaus den vor ihm als ersten um die letzte Kurve kommenden Jonas Baumann (Laupersdorf) zu überspurten. Diese beiden Fahrer lagen ab Rennhälfte alleine in Front. Auf dem zwar wenig Höhenmeter aufweisenden, jedoch mit etlichen technischen Finessen und einer kräfteraubenden 250 Meter langen Sandspartie gespickten Parcours kam die Konkurrenz gegen das Duo Freiburghaus/Baumann zwar nicht an. Die Entscheidung um den Titel fiel gleichwohl erst mit dem Schlussspurt. Da hatte Freiburghaus das bessere Ende auf seiner Seite.

[Von: August Widmer - 08. Januar 2017 um 03:19 Uhr]

Eine Minute hinter ihm kam der Tessiner Damiano Barloggio (Cugnasco) ins Ziel. Er vermochte im Sprint Lokalmatador Michael Müller (Steinmaur) in Schach zu halten. Dem U-23-Schweizermeister von 2003 und Bruder von Thomas Müller, dem OK-Präsidentender diesjährigen Querfeldein-Schweizermeisterschaft, wurde zum Verhängnis, dass er sich beim Start hinten anstellen musste. Dies obwohl Müller in dieser Saison als einziger Master-Fahrer an den Schweizer Rennen von Dagmersellen und Meilen in der Hauptkategorie gestartet war. Nach vorne zu kommen, war auf dem viele Richtungswechsel aufweisenden Rundkurs nicht einfach. Michael Müller war nicht der einzige Ex-Schweizermeister, der im Masters-Rennen mitmachte. Yves Corminboeuf, der zwischen 2005 und 2007 dreimal in Serie U-23-Schweizermeister gewesen war und dann wegen Leukämie seine Karriere unverhofft beenden musste,fuhr als Elfter der Masters-Schweizermeisterschaft übers Ziel.  

Während es nur für den Tagesbesten ein Meistertrikot gab, wurden bei den Masters immerhin  drei komplette Medaillen-Sätze vergeben.Neben den drei Tagesbesten Freiburghaus, Baumann und Barloggio, die auch die Schnellsten der Kategorien 30 + waren, konnten aus den Händen von SwissCycling-Vorstandsmitglied Jolanda Van de Graaf auch Pius Stucki, Fréderic Brandenberger und Michel Bravin (in der Kategorie Masters 40 +) und Carlo Schmid, Anton Ballat und Rudi Winder (50 +)  Medaillen in Empfang nehmen.

Neben den Masters standen am Samstag auch die "Jedermänner" und der Nachwuchs im Einsatz. Titel wurden hier keine vergeben. Das Rennen der "Jedermänner" wurde eine Beute von Daniel Humm (Schönenberg). Bei den Schülern vermochte sich Finn Treudler (Aadorf) gegen die ihr Handicap bis in die letzte Runde verteidigenden Mädchen Prisca Jacquet (Villars) und Fabienne Kipfmüller (Meilen)durchzusetzen.  Das ebenfalls am Samstagnachmittag durchgeführte Kids-Rennen litt unter der Kälte: Angesichts von fünf und mehr Minusgraden war es verständlich, dass sich nur einige wenige unentwegte junge Crosslerinnen und Crossler auf die Strecke wagten.