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Eine Trouvaille bei Tröhler Sports

Während so mancher Hersteller Crossräder nur als „Me too“-Produkt in sein Programm aufnimmt, also nur, um dabei zu sein, ist der Hamburger Hersteller Stevens bereits seit Jahren eng mit dem Querfeldein-Rennsport verbunden.

Hermann Tröhler mit einem Stevens Super Prestige
Hermann Tröhler mit einem Stevens Super Prestige
[Von Lukas Stieger, 28.12.2009 18:14] Dem Super Prestige sieht man diese Herkunft besonders an der Bremsanlage an: Statt der vielfach verwendeten Mini-V-Brakes verbaut Stevens die klassischen, seitlich abstehenden Cantilever-Bremsen, die sich seit Generationen an Crossrädern finden. Nach kurzer Einbremsphase gehen die grazilen Verzögerer kraftvoll zu Werke, wenn auch nicht ganz so bissig wie die Mini-Vs. Die Cantis fallen durch einen exakten Druckpunkt und ein günstiges Hebelverhältnis auf – bei kräftigen Bremsmanövern zieht man den Bremshebel nicht gleich bis an den Lenker. Das bei Cantilever-Bremsen verbreiteten Gabelflattern bei starkem Bremsen muss man am Stevens nicht mehr in Kauf nehmen. Die Ursache der weit verbreiteten Vibrationen liegt im minimalen Zurückbiegen der Gabel beim Bremsen im Übergang zwischen Schaftrohr und Gabelkopf. Dadurch wird der Bremszug stärker gespannt und der Verzögerer kneift etwas kräftiger zu, bevor die Gabel wieder nach vorne federt und die Bremse freigibt – und so geht es immer hin und her.

Bei Stevens wurde der Gegenhalter der Bremse nun vom Steuerrohr hinunter an den Gabelkopf verlegt; selbst wenn die Gabel nach hinten ausweicht, gibt es dadurch keinen Einfluss auf die Bremse mehr. Ausserdem kommt eine neue, steifere Gabel zum Einsatz; sie ist innen im Bereich der Bremsbeläge leicht ausgekehlt, damit sich die Bremse beim Radausbau weit genug öffnen kann, um den Reifen durchzulassen. Optimal auf den Geländesport zugeschnitten ist die Kettenblatt-Kombination von 46/36 Zähnen.



Der geringe Grössenunterschied erlaubt flüssiges Schalten zwischen beiden Blättern; während die Kette bei der Kombination 50/34 bis auf schnelle Downhills eigentlich immer auf dem Innenblatt bleibt. Perfekt zur Optik des Stevens passen die Mavic-Laufräder, besohlt mit dem neuen Rocket Ron von Schwalbe, der ein etwas offeneres Profil bietet als der Racing Ralph und mit feinerer Karkasse leichteren Lauf bieten soll, was sich in der Praxis jedoch nicht auf Anhieb feststellen lässt.

Lackiert ist der Rahmen im aktuellen Teamlook, das schmucke Stevens-S am Steg überm Hinterrad trägt an seiner Rückseite eine praktische Gewindebohrung zur Montage eines Schutzbleches oder gar Gepäckträgers. Stevens setzt übrigens nach wie vor auf eine 27,2-mm-Sattelstütze statt des inzwischen weitverbreiteten Masses 31,8 mm. Die schlankere Variante bringt etwas mehr Komfort, was Renn- wie Freizeitsportler zu schätzen wissen.

Sämtliche Stevens Cross-Räder sind bei unserem langjährigen Sponsor Tröhler Sports in Fehraltorf erhältlich und einzelne Modelle können dort sogar Probe gefahren werden.

Hermann Tröhler freut sich Sie in seinem Fahrradgeschäft begrüssen und fachmännisch beraten zu dürfen.

 
http://www.troehler-sport.ch/